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Q12-Fahrt: Survival-Tipps für Amsterdam

2018 11 28 amsterdam fahrt teaser

„Was soll man in Amsterdam denn machen, außer Coffeeshops zu besuchen?“ oder „Da ist’s doch viel zu kalt“ waren einige der wenigen Sprüche, die wir vor unserer Studienfahrt nach Amsterdam immer wieder zu hören bekamen.

Als wir dann am Sonntag früh um 7.30 Uhr mit Frau Burkholz, Herrn Hanisch und Herrn Münch (Frau Renner konnte leider nicht dabei sein) und unserm Busfahrer Jürgen an der Schule losgefahren sind, wussten wir gar nicht so wirklich was uns erwarten würde. – Hat Amsterdam wirklich nichts Besseres als Marihuana zu bieten und wie wird eigentlich unser Hostel?

Denn bevor die Fahrt überhaupt losging, gab es schon einige Zweifel, da wir im Hans Brinker Hostel untergebracht waren. Das Hostel im Zentrum Amsterdams schmückt sich selber mit dem Titel „schlechtestes Hostel der Welt” und wirbt im Internet mit einem „Haftungsausschluss bei Lebensmittelvergiftungen“… 10 Stunden Busfahrt (wovon wir uns eine Stunde verfahren hatten und dann beim Wenden beinahe einen Radfahrer und ein Auto rammten) später sind wir dann alle mit unseren Köfferchen über die Grachten spaziert. Glücklicherweise liegt das Horror-Hostel relativ zentral, weswegen der Weg auch für die Lauffaulen unter uns (oder die, die mit mehreren riesigen Koffern angereist waren) nicht sonderlich anstrengend war.

Im Hostel angekommen mussten einige Schüler aufgrund eines Schildes an der Tür mit der Aufschrift „If it doesn’t open, you have to dance for our receptionist“ erstmal ein kleines Tänzchen hinlegen. Als wir dann alle unsere Zimmerschlüssel in einem Heinekenplastikbecher erhalten hatten, waren wir auch knapp eine Stunde später alle auf unseren Zimmern. Grund für die lange Zeit um zu den Zimmern zu gelangen? Der wohl kleinste Aufzug der Welt! Am Abend haben wir uns dann alle nochmal auf den Weg gemacht um die umliegende Fressmeile etwas zu erkunden.

Einige Stunden später und ungefähr 50 Euro leichter (ja, beim nächsten Mal wissen wir, dass man nicht in das erstbeste Restaurant gehen sollte, weil es womöglich grundlos überteuert ist) sind wir alle ziemlich satt und ziemlich müde in unsere, gar nicht mal so unbequemen Betten gefallen. Der nächste Morgen begann mit einem überraschend guten Frühstück im Hostel: Joghurt, Obst, Gekochte Eier, Wurst, Käse, Tomaten, Gurken und alles was das Herz begehrt, wurde uns an einem kleinen Buffet angeboten. Nächster Programmpunkt war für uns eine Stadtführung durch Amsterdam. Aber wir warteten und warteten am Hostel auf die zwei Stadtführer, die anscheinend einfach vergessen hatten aufzukreuzen. Da schaute sogar unser Busfahrer Jürgen, der sonst immer ein Lächeln auf den Lippen hatte, mal etwas grimmig drein. Frau Burkholz und Herr Hanisch beschlossen also, dass wir auf eigene Faust die Stadt erkunden würden.

Wir liefen über den Bloemenmarkt, auf dem man zahlreiche Tulpen, die ja bekanntlich Nationalblumen der Niederländer sind, bestaunen konnte und durch eine kleine Anlage, die Begijnhof heißt und Schauplatz von wichtigen historischen Ereignissen war. Kurzerhand übernahm dann Busfahrer Jürgen die Rolle des Stadtführers und führte uns mit seinem kleinen Marco-Polo-Stadtführer durch die Grachten von Amsterdam. Da wir uns teilweise etwas verliefen, lässt sich nicht sagen, ob der Reiseführer wirklich von Amsterdam war oder nicht etwa von Rom oder Dublin.

Als wir schließlich durch das Rotlichtviertel Amsterdams gelaufen waren und eine Schülerin wegen eines versehentlichen Fotos fast einen Kopf kürzer gemacht worden war, löste sich die Gruppe auf und die hungrigen Mäuler begaben sich auf die Suche nach etwas Essbarem. Gegen 15 Uhr haben sich dann alle wieder am Reichsmuseum getroffen um dort mit Hilfe eines Audioguides eine kleine Tour durch das Museum zu machen. Wie man an einigen Bildern in der Bildergalerie gut erkennt, hat uns das Museum wirklich brennend interessiert. Nach dem Museum hatten wir noch etwas Freizeit, die mit Shoppen, Essen oder Erkunden genutzt wurde.

Abends wurde dann auch von einigen Schülern die hosteleigene Disco im Keller getestet. Leider entsprach der Musikgeschmack des Barkeepers nicht so ganz unserem Musikgeschmack, weswegen er uns nach etlichen Musikwünschen einfach einen Block und einen Stift in die Hand drückte, damit wir unsere Liedwünsche einfach aufschreiben konnten und ihn so nicht mehr belästigen mussten.

Am Tag drauf ging es für uns an die Nordküste der Niederlande. Jürgen bereicherte uns mit seiner grandiosen Musikauswahl und so wurde das Lied „Neigschbeit“ von Waldschrat“ (unbedingt anhören!) zum offiziellen Soundtrack der Amsterdamfahrt. Während wir durch kleinere Städte fuhren, erzählte uns ein äußerst gut Deutsch sprechender Niederländer etwas über die Architektur dort. Tatsächlich gab es auf diesen Grundstücken früher keine Regelung über den Häuserbau, weswegen jeder sein Haus seinen (manchmal auch etwas verrückten) Vorstellungen entsprechend bauen konnte. Nachdem wir knapp 30 Kilometer auf dem Afsluitdijk (ich weiß, ein richtiger Zungenbrecher), ein Damm zwischen einem Süßwassermeer und Salzwassermeer, gefahren waren, erreichten wir auch schon Zandvoort. Die Stadt am Meer begrüßte uns mit ziemlich heftigen Böen und eisiger Kälte.

Insgesamt hat uns die Fahrt ans Meer trotzdem sehr gefallen und es war schön, die Nordsee mal von den Niederlanden aus zu betrachten. Am nächsten Tag pilgerte unsere Gruppe dann über die Prinsengracht zum Anne-Frank-Haus. Auch hier hatten wir wieder eine Audio-Guide Führung durch das schmale Gebäude. Insgesamt war das Anne-Frank-Haus wirklich spannend, da man beim Durchlaufen des Hauses nebenbei Annes bedrückende Geschichte erzählt bekam. Den freien Nachmittag haben wir dann wieder mit Erkunden, Shoppen und Schlemmen verbracht.

Am Abend ging es dann für uns auf ein Boot, um Amsterdam auch endlich mal von den Grachten aus zu erkunden. Im Dunkeln sind wir durch die vielen kleinen Kanäle Amsterdams gefahren und konnten so die vielen, fast schon vorweihnachtlichen Lichter in den schmalen Häusern betrachten.

Den nächsten Morgen starteten wir mit einem Besuch in der Diamantschleiferei von Amsterdam. Dort haben wir Mädchen mit strahlenden Augen zugesehen, wie die Diamanten für unsere zukünftigen Eheringe zugeschliffen wurden… Denn, wie sagt man so schön, "Diamonds are a girl’s best friends"! Nach einer kleinen Mittagspause stand dann ein Besuch im weltberühmten Van-Gogh-Museum an. Dort angekommen wurden wir in vier Gruppen geteilt, sodass je circa 10 Schüler von einer Museumsführerin begleitet worden sind. Unsere Führung bestand allerdings nicht nur aus dem klassischen Wir-betrachten-das-Bild-zwei-Minuten-und-gehen-dann-weiter, sondern wir sollten verschiedene Adjektive, wie zum Beispiel „stolz“ oder „verliebt“ den Gemälden von Van Gogh zuordnen.

Unseren allerletzten Abend in der Hauptstadt der Niederlande verbrachten wir mit einem gemütlichen Beisammensein im Hostel. Natürlich wurde auch im Laufe des Abends wieder der Barkeeper in der Disco mit unseren Musikwünschen belästigt. Nachdem wir all night long getanzt hatten, fielen wir müde in unsere Betten.

Alles in Allem lässt sich definitiv sagen, dass Amsterdam viel mehr zu bieten hat als den meisten wohl bekannt ist. Die unzähligen Hausboote, etlichen Kunstmuseen, klitzekleine hübsche Häuser mit Giebelfassaden und tausende Fahrräder machen Amsterdam zu dem was es ist: Ein kultureller Hingucker! Wir hatten wirklich wunderschöne Tage dort und bereuen es kein Stück unsere Studienfahrt in die „Kiffer-Stadt“ gemacht zu haben. Ein riesengroßes Dankeschön hiermit an unsere drei Lehrer, die die Fahrt für uns unvergesslich gemacht haben und natürlich an Busfahrer Jürgen für seine gute Laune, seinen Musikgeschmack ???? und seine Fahrkünste!

(P.S.: Im Endeffekt war das „Horror-Hostel“ doch viel besser als gedacht!)

Anna Raab, Q12

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