Von Violinen bis zu „Löffeln“

Breite Instrumentenvielfalt beim Vorspielabend am Caspar-Vischer-Gymnasium

Die Cellogruppe der Schule, die von Walter Schleicher unterrichtet wird.

Familie Günther mit ihrem Sohn Sean-Felix, der auch mit den „Löffeln“  seine
hohe rhythmische Begabung unter Beweis stellte

Christian Groh mit seiner Konzertgitarre

Ein Schülerkonzert bietet immer wieder interessante Einblicke in die Arbeit im musikalischen Bereich. Die sehr unterschiedlichen Darbietungen zeigen ein breites Spektrum von Musik, bringen eine große Auswahl an Instrumenten und demonstrieren zugleich den Leistungsstand der Schüler. Schulleiter Klaus Gagel verglich eine solche Veranstaltung mit dem Einblick in eine „musikalische Werkstatt“.

In diesem Sinn trat beim Vorspielabend am Caspar-Vischer-Gymnasium eine stattliche Anzahl von Geigenspielern auf, die von Lehrerin Dörte Vaihinger-Görg an der Schule ausgebildet werden. Sie alle spielten mit gutem Strich und bemühten sich sehr um eine saubere Intonation. Die Anfänger wurden  zu kleinen Gruppen zusammengefasst und zeigten schon ganz beachtliche Leistungen. Maria Rauh aus der 6. Klasse spielte bereits solistisch und ganz ohne Lampenfieber mit der Klavierbegleitung ihrer Schwester. Bei den fortgeschrittenen Schülern waren die Darbietungen von Harriet Hahn, Ophelia Schu mit der Viola, Marian Matiaske, Laura Bittermann und Burcin Burcak, die bei der „Fantasia hungarica“ von Andrea Holzer temperamentvoll spielte, sehr hörenswert.

Bei zwei Traditional war Fünftklässler Sean-Felix Günther mit seiner Familie zu hören und begleitete rhythmisch exakt mit verschiedenen Schlaginstrumenten. Dass beim zweiten Stück die für irische Tanzmusik typischen „Löffel“, die auf die Oberschenkel geschlagen werden, zum Einsatz kamen, trieb so manchem Konzertbesucher ein Schmunzeln ins Gesicht.

Zahlreiche Talente finden sich auch in der Klasse 6a, einer der beiden Chorklassen des Gymnasiums. Ob solistisch oder in kleinen Gruppen musizierend, alle Schülerinnen steckten mit ihrer Begeisterung für die Musik das Publikum an. Da hat das Gymnasium eine große Anzahl von sehr ambitionierten Nachwuchsmusikern.    

Zusammen mit ihrem Lehrer Walter Schleicher traten einige Cellisten kammermusikalisch auf und gefielen durch ihr sehr harmonisches Zusammenspiel. Schon fortgeschritten zeigte Alexander Wulf bei einem Allegro moderato von Jean-Baptiste Bréval solistisches Können. Er wurde von Musiklehrerin Barbara Fries begleitet.

Bei den Pianisten hatte sich Veronika Hahn an eine anspruchsvolle Fantasie von Wolfgang Amadeus Mozart gewagt und interpretierte bereits sehr eigenständig und mit musikalischem Einfühlungsvermögen.

Die unterschiedlichen Klangfarben der Instrumente wurden im Lauf des Abends sehr geschickt in der Programmfolge gegenübergestellt. Der kräftige, durchdringende Klang von Trompete und Posaune etwa wechselte mit dem zarten, filigranen Ton der Gitarre. So gestaltete Oberstufenschüler Christian Groh sehr musikalisch und mit guten Tempoübergängen Mauro Giulianis „Rondo“ und brachte mit leisen Klängen eine gespannte Konzertatmosphäre.

Fulminant und beeindruckend der Schlusspunkt, den Oberstufenschüler Niklas Müller mit „Dee-Diddle-Doo“ auf dem Marimba - Xylophon und „Angel in Distress“ auf dem Drum Set mit großer Professionalität setzte. Das beachtenswerte Konzert mit den vielfältigen Klangfarben und einem äußerst sympathischen und disziplinierten Schülerkreis zeigte auf, welchen Wert musische Erziehung im Rahmen der gymnasialen Bildung hat. Ganz zu Recht lobte Schulleiter Klaus Gagel die Darbietungen und zeigte sich stolz auf die Leistungen seiner Schüler.